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Präsidentschaftswahlen in Kasachstan unter genauer Beobachtung der OSZE

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Präsidentschaftswahlen in Kasachstan unter genauer Beobachtung der OSZE

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Die Präsidentenwahl im zentralasiatischen Staat Kasachstan ist am Sonntagschleppend angelaufen. Laut der Wahlleitung gaben bis Mittag erst 28 Prozent der Wähler ihre Stimme ab. Präsident Nursultan Nasarbajew gilt unter den fünf Kandidaten als klarer Favorit. Der 65-jährige führt die ölreiche ehemalige Sowjetrepublik seit dem Jahr 1990. Laut russischen Meinungsforschern könnte er bis zu 85 Prozent der Stimmen bekommen. Russland hofft auf einen Verbleib Nasarbajews im Amt.

Die Gegner des amtierenden Präsidenten hatten im Wahlkampf Übergriffe der Staatsmacht beklagt und vor Manipulationen gewarnt. Der führende Oppositionskandidat Scharmachan Tujakbaj kündigte an, eventuelle Fälschungen im Rahmen der Verfassung anfechten zu wollen. Zu Protestaktionen wollte Tujakbaj jedoch nicht aufrufen. Die Wahl steht unter besonderer Beobachtung der Organisaton für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, weil Kasachstan dort 2009 den Vorsitz übernehmen will. Bislang hat allerdings noch keine Wahl in Kasachstan die demokratischen Standards der OSZE erfüllt. Erste Ergebnisse der Präsidentschaftswahl werden für Montag früh erwartet. Neben konventionellen Wahlzetteln auf Papier wird erstmals auch ein umstrittenes elektronisches Wahlsystem eingesetzt, das in Weißrussland entwickelt wurde.