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Selbstmordattentäter reist fünf Menschen mit in den Tod

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Selbstmordattentäter reist fünf Menschen mit in den Tod

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Zum dritten Mal ist ein Einkaufszentrum in der israelischen Küstenstadt Netanja Ziel eines Anschlags geworden. Ein Selbstmordattentäter riss am Morgen mindestens fünf Menschen mit in den Tod, als er sich vor dem Eingang in die Luft sprengte. Dutzende weitere wurden verletzt. Augenzeugen berichteten, dass sie kurz vorher auf den Verdächtigen aufmerksam geworden seien und Wachleute alarmiert hätten.

Die Sicherheitskräfte konnten den 21jährigen Täter zwar davon abhalten, die Einkaufsmall zu betreten, den Anschlag selbst aber nicht mehr verhindern. Die Polizei sperrte die Umgebung sofort ab, Sanitäter versorgten die Opfer und brachten sie in umliegende Krankenhäuser. Sprengstoffexperten suchten die Mall nach weiteren Bomben ab.

Zum Anschlag bekannte sich der Islamische Dschihad. Auch die Al-Aqsa Brigaden hatten die Verantwortung für die Tat übernommen, was Experten aber als unglaubwürdig einstufen. Erst im Juli hatte es auf dasselbe Einkaufszentrum einen Anschlag mit fünf Toten gegeben. Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas kündigte unterdessen an, militante Palästinenser wieder gezielt töten zu lassen. EU-Chefdiplomat Javier Solana verurteilte den Anschlag aufs schärfste.

Das Attentat ziele vor allem darauf ab, die Verhandlungsbasis zwischen Palästinensern und Israelis zu zerstören. Solana appellierte an die Palästinenserführung, die Verantwortlichen zu fassen und zu bestrafen.