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Al-Kaida bekennt sich zu Selbstmordattentat in Bagdad

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Al-Kaida bekennt sich zu Selbstmordattentat in Bagdad

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Zu dem Selbstmordattentat in der Polizeiakademie der irakischen Hauptstadt Bagdad hat sich die Extremistengruppe “Al Kaida im Zweistromland” bekannt. Das berichtet der Fernsehsender Al-Jazira. Bei dem Anschlag waren nach Polizeiangaben mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen, rund 75 wurden verletzt. Unter den Toten befinden sich vor allem Polizeioffiziere und Rekruten.

Unklar ist der genaue Ablauf der Ereignisse. Laut einem Polizeisprecher hatten zwei Putzfrauen der Akademie ihre Sprengstoffgürtel gezündet, als die Polizeischüler gerade in der Kantine versammelt waren. Aus der US-Armee hieß es hingegen, zunächst habe sich ein Mann vor einem Klassenzimmer in die Luft gesprengt. Als die Schüler dann in einem Bunker Schutz suchten, habe dort ein zweiter Attentäter seinen Sprengsatz gezündet. Unterdessen haben Extremisten im Irak einen weiteren Ausländer aus dem Westen entführt. Laut der Gruppe “Islamische Armee im Irak” handelt es sich um den Amerikaner Ronald Schulz, der als Sicherhetsberater tätig gewesen sei. Die Entführer fordern die Freilassung aller irakischer Gefangener; andernfalls drohen sie mit der Ermordung der Geisel.