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Saddam droht mit Boykott des Prozesses

Im Prozess gegen den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein hat dieser mit einem Boykott gedroht. Ihm werde Unrecht getan, schrie Saddam. Die Richter sollten zur Hölle fahren. Saddam beklagte sich, er habe weder frische Kleidung bekommen, noch duschen dürfen. Während des Zwischenfalls wurde die Tonübertragung für die im Saal anwesenden Medienvertreter vorübergehend eingestellt. Irakischen Juristen zufolge hat Saddam nicht das Recht, das Gericht zu boykottieren. Am Dienstag sagten drei Zeugen gegen den früheren Machthaber aus, darunter zwei Frauen. Eine Zeugin aus einer schiitischen Kleinstadt berichtete unter Tränen, wie sie in einem Gefängnis sexuell gedemütigt und gefoltert worden sei. Die Bewohner der Stadt hatten zu Beginn der achtziger Jahre ein Attentat auf Saddam verübt, das jedoch fehlschlug. In der irakischen Öffentlichkeit wird der Prozess mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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