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US-Regierung dementiert Eingeständnis von Fehlern


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US-Regierung dementiert Eingeständnis von Fehlern

Die US-Außenministerin Condoleezza Rice ist in der Nacht in Kiew eingetroffen, um ihre Europareise mit Gesprächen mit der ukrainischen Führung fortzusetzen. Rice ist der ranghöchste Besucher aus den USA seit dem Machtwechsel in der “Orangenen Revolution” vor einem Jahr. Zuvor hatte Rice in Bukarest mit der rumänischen Regierung ein Rahmenabkommen zur Einrichtung von US-Truppenstützpunkten unterschrieben. Mit Staatspräsident Traian Basescu und Außenminister Mihai Razvan Ungureanu vereinbarte Rice die Stationierung von rund 1.500 Soldaten an vier Standorten. Von dort aus hofft Washington seine militärischen Aktivitäten im Mittleren Osten besser unterstützen zu können als von westeuropäischen Basen aus.

Ebenfalls gestern war Rice in Berlin mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengetroffen. Im Zentrum standen dabei die Vorwürfe über angebliche CIA-Gefangenenflüge und die Verschleppung des deutschen Terrorverdächtigen Khaled Al-Masri von Mazedonien nach Afghanistan. Merkel sagte dazu: “Wir haben über den einen Falls gesprochen, der von der Regierung der Vereinigten Staaten als ein Fehler akzeptiert wurde.” Merkels Worte sorgten allerdings umgehend für diplomatischen Streit zwischen Berlin und Washington. Mitarbeiter von Rice dementierten, dass die US-Außenministerin Fehler ihrer Administration eingestanden hätte und warfen Merkel vor, Rice missverstanden zu haben.
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