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Europäisches Energie-Mammutprojekt: Bau von Ostsee-Pipeline offiziell begonnen

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Europäisches Energie-Mammutprojekt: Bau von Ostsee-Pipeline offiziell begonnen

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Im Norden Russlands hat der Bau der Nordeuropäischen Gaspipeline begonnen. Ein umstrittenes Vier-Milliarden-Euro-Mammutprojekt, mit dem die Gasfelder Sibiriens durch die Ostsee mit Europa verbunden werden.

An dem Festakt in Babaievo nahmen neben Wirtschaftsvertretern auch der russische Regierungschef Michail Fradkow und der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos teil. In einem symbolischen Akt wurde die erste Schweißnaht gesetzt. Die 1200 Kilometer lange Gasleitung, die im ostdeutschen Greifswald enden wird, soll in fünf Jahren fertig sein und zunächst mit einer Kapazität von jährlich 27,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas in Betrieb genommen werden. Später soll eine zweite gleichgroße Leitung hinzukommen. Das Projekt wird von den Nachbarstaaten heftig kritisiert. Polen, die baltischen Staaten, Weißrussland und die Ukraine fühlen sich übergangen. Sie hatten gefordert, dass die Pipeline durch ihr Gebiet verlaufen soll, damit sie Transitgebühren einfordern können. Nach Ansicht der polnischen Regierung entfernt man sich mit dem Projekt von einer gemeinsamen europäischen Politik.