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London: Doppeldeckerbus aus den Verkehr gezogen

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London: Doppeldeckerbus aus den Verkehr gezogen

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Er gehört zu London wie die schwarzen Taxis, rote Telefonzellen oder Big Ben: Doch heute ist der bekannte Doppeldeckerbus – Routemaster – unterwegs zu seiner letzten regulären Linienfahrt. Dann wird auch die 159 mit dem charakteristischen offenen Zugang zum Einsteigen fast ganz aus dem Verkehr genommen.

“Jeder will doch die alten Busse sehen,” so Winston Briscoe, der heute zusammen mit dem 159 in Rente gehen wird, “Wir leben in eienr neuen Generation, einem neuen Jahrzehnt, alles ist heutzutage anders,” so der Fahrer.Der Routemaster, beliebt bei Touristen aus aller Welt. Aber auch die gebürtigen Londoner trauern ihm hinterher. “Nichts ist vergleichbar mit dem typischen Doppeldeckerbus: Mit seinem Schaffner, egal ob Mann oder Frau, sie sind lebendig, sie kennen die Stadt, und es ist großartig, mit ihnen zu fahren.” “Ich bin mit ihnen aufgewachsen, sie sind gut zum Ein- und Aussteigen, im Hinterteil sind Plätze mit viel Beinfreiheit, und ich denke, es ist eine Schande, dass sie mit dem letzten 159 verschwinden.” Ausgetauscht werden die Routemaster, weil sie nicht behindertengerecht sind. Aber auch die modernen Gelenkbusse, die sie ersetzen, sorgen für Probleme: Für die bestimmten Kreuzungen sind sie einfach zu groß. Für Nostalgiker und Touristen hat das Londoner Rathaus beschlossen, 20 Routemaster weiter durch London fahren zu lassen: Auf den Linien 9 und 15, zwischen der Royal Albert Hall im Westen und dem Tower im Osten.