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Frankreich: Gericht spricht Anti-Gentechnik-Aktivisten frei

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Frankreich: Gericht spricht Anti-Gentechnik-Aktivisten frei

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Es ist ein Sieg für die Gegner von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in Frankreich – ein Gericht in Orléans hat 49 Angeklagte freigesprochen, die in diesem und im vergangenen Jahr zwei Maisfelder zerstört hatten. “Dieses Urteil zeigt, dass es keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf unseren Feldern geben muss”, erklärte einer der Angeklagten. “Und es bestätigt uns, die politische Debatte weiter zu führen, damit diese Pflanzen ganz aus der Landwirtschaft verschwinden.”

Nach Ansicht der Richter hätten die Aktivisten aus einer Notwendigkeit heraus gehandelt, weil sie die unkontrollierte Ausbreitung von Genmais befürchteten. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht in Frankreich die Interessen der sogenannten “faucheurs volontaires”, der freiwilligen Mäher, berücksichtigt. Allerdings müssen die Angeklagten eine Zivilstrafe von rund 6000 Euro als Entschädigung an das amerikanische Unternehmen Monsanto zahlen, dem die Maisfelder gehören. Das Unternehmen will gegen die Entscheidung Berufung einlegen.