Eilmeldung

Eilmeldung

Beruhigung im Streit um Alpentunnel auf der Strecke Lyon-Turin, aber keine Einigung

Sie lesen gerade:

Beruhigung im Streit um Alpentunnel auf der Strecke Lyon-Turin, aber keine Einigung

Schriftgrösse Aa Aa

Angesichts der massiven Proteste gegen den Bau der Schnellzugstrecke Lyon-Thurin suchen die Regionalpolitiker nach Alternativen für den umstrittenen Alpentunnel. Die Präsidentin der Region Piemont Mercedes Bresso erklärte gegenüber EuroNews: Eine Alternative bestehe darin, den Ausgang des Tunnels Richtung Turin zu verlegen, wobei sie diese Alternative für schlechter halte. Aber man müsse sie prüfen und analysieren. Noch schwieriger sei die andere Möglichkeit, die Passage insgesamt zu verlegen. Es müsse aber ein eigenständiger Tunnel sein, der massiv genug ist für umfangreichen Warenverkehr.

Bresso verwies auf die Idee, statt des neuen Tunnels auf der künftigen Hochgeschwindigkeitszug-strecke Lyon-Turin eine Röhre für die Bahn unter dem bestehenden Auto-Tunnel bei Frejus anzulegen.

Nach wochenlangen Protesten im besonders betroffenen nordwestitalienischen Susa-Tal hatte die Regierung am Wochenende eine Umweltverträglichkeitsstudie angekündigt. Die Gegner fürchten, dass bei den Bohrungen Asbest und Uran freigesetzt werden.

Bis zum Abschluss der Studie soll auf italienischer Seite nicht gebohrt werden – während auf französischer Seite die Arbeiten fortgesetzt werden. Die Bürgermeister der Region bezeichneten dies als ersten Schritt zum Dialog, wenn auch nicht als Einigung. Eine für diese Woche geplante Großdemonstration wurde daraufhin abgesagt.