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Die umstrittene Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke Turin-Lyon steht auf dem Prüfstand

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Die umstrittene Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke Turin-Lyon steht auf dem Prüfstand

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Über den Aufschub der Bauarbeiten in Italien haben sich die Bürger des besonders betroffenen Susa-Tals zufrieden gezeigt. Mit ihren Bürgermeistern diskutierten sie am Sonntag die Entscheidung der Regierung. Der Bürgermeister von Venaus meinte, dass es Alternativen zu dieser Bahnstrecke gibt: “Im Moment würde es reichen, die bestehende Strecke zu modernisieren. Ich bin sicher, dass die Regierung von dem Projekt abrücken wird.“Am Samstag hatte die italienische Regierung angekündigt, die Auswirkungen der Neubaustrecke auf die Umwelt nochmals zu überprüfen. Umweltschützer und Bürger des Susa-Tals hatten wiederholt gegen das Projekt prostestiert – vor allem gegen den 50 Kilometer langen Tunnel. Sie sind der Meinung, dass beim Bau schädliche Substanzen wie Asbest freigesetzt werden könnten. “Die Arbeiten werden erst wieder aufgenommen, wenn wir Umweltschäden ausschliessen können”, erklärte Aussenminister Gianfranco Fini. In Frankreich sind die Arbeiten bereits im Gange.