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Frankreich vor Fusion im Bezahlfernsehen

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Frankreich vor Fusion im Bezahlfernsehen

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Im französischen Bezahlfernsehen zeichnet sich eine Fusion ab. Der Medienkonzern Vivendi Universal bestätigte entsprechende Gespräche seiner Tochter Canal+ mit dem Bouquet TPS. TPS gehört zu zwei Dritteln dem größten französischen Privatsender TF1 und zu einem Drittel der RTL-Tochter M6. Die Annäherung der beiden Rivalen Canal+ und TPS wurde mit der wachsenden Konkurrenz von Telekommunikations- und Internetangeboten begründet.

Nur ein schlagkräftiges Unternehmen könne sich dieser Konkurrenz stellen. Im europäischen Vergleich käme eine fusionierte französische Gruppe auf 6,6 Millionen zahlende Kunden. Dies würde einen komfortablen zweiten Platz bedeuten – vor Premiere aus Deutschland mit 3,6 Millionen. Branchenführer ist mit großem Abstand die britische BSkyB mit rund zwölf Millionen Abonnenten.

Über eine Konsolidierung des französischen Pay-TV-Marktes wird seit Monaten spekuliert. Dabei spielen offenbar die ausufernden Preise für Fußball-Übertragungen eine entscheidende Rolle. Vor einem Jahr hatte sich Canal+ bis 2008 die Rechte gesichert – Kosten: 600 Millionen Euro pro Jahr.