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Berühmtester Häftling Italiens muss wieder ins Gefängnis

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Berühmtester Häftling Italiens muss wieder ins Gefängnis

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Der wegen Mordes verurteilte Italiener Adriano Sofri muss nun doch den Rest seiner Haftstrafe absitzen. Der Justizminister wies in Rom eine Begnadigung des wohl bekanntesten Häftlings Italiens zurück. Der ehemalige Chef der linksliberalen Gruppe “Lotta Continua” war wegen schwerer gesundheitlicher Probleme im vergangenen Monat ins Krankenhaus eingewiesen worden, er musste notoperiert werden.

Daher war die Haftstrafe des 63jährigen zeitweise ausgesetzt worden. Justizminister Castelli wies es nun zurück, dem italienischen Präsidenten Ciampi ein Gnadengesuch vorzulegen, obwohl dieser sich bereits dafür ausgesprochen hatte. Sofri sitzt seine Haftstrafe seit dem Jahr 2000 Sofri in der Toskana ab.

Er war zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde des Mordes an Polizeikommissar Luigi Calabresi im Jahr 1972 für schuldig befunden. Seine Verurteilung, die nach neun Prozessen endgültig ausgesprochen wurde, basierte auf der Aussage eines einzigen Zeugen und wurde in Italien teilweise heftigkritisiert. Sofri selbst, der als Intellektueller der Linken bekannt ist, bestreitet, in den Mord verwickelt gewesen zu sein.