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Demonstrationen zum Beginn des WTO-Gipfels in Hongkong

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Demonstrationen zum Beginn des WTO-Gipfels in Hongkong

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Begleitet von Protestkundgebungen Tausender Globalisierungsgegner hat in Hongkong der Gipfel der Welthandelsorganisation, kurz WTO, begonnen. Die Minister aus 149 Ländern wollen über eine weitere Liberalisierung des Welthandels beraten. Vor allem der Streit um den Marktzugang für Agrarprodukte wird voraussichtlich für Diskussionen sorgen.

Die Globalisierungsgegner befürchten, dass vielen armen Ländern beim Wegfall der Schutzzölle ein wirtschaftliches Desaster droht. “Die Öffnung der Märkte ist eine große Gefahr für die meisten Bauern im Süden aber auch im Norden”, so der französische Aktivist Jose Bové. “Darum glauben wir, dass dies ein Ablenkungsmanöver ist, und wir wenden uns entschieden gegen die Agrarpolitik der EU und der USA, die ihre Subventionen für Exportprodukte hinter Direkthilfen verstecken.” Bové durfte erst nach einer Intervention der französischen Regierung nach Hongkong einreisen. Die örtlichen Behörden hatten ihn zuvor zum Rückflug mit dem ersten Flugzeug aufgefordert. Um Ausschreitungen zu verhindern sind in Hongkong rund 9000 Polizisten im Einsatz. Bei den WTO-Konferenzen 1999 in Seattle und 2003 in Cancun war es zum Teil zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen.