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EU-Staaten drohen nach Urteil Steuerausfälle in Milliardenhöhe

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EU-Staaten drohen nach Urteil Steuerausfälle in Milliardenhöhe

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Der Rückzug der britischen Einzelhandelskette Marks & Spencer vor vier Jahren aus Frankreich hat nun ein euroapolitisches Nachspiel. In einem bahnbrechenden Urteil hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden, dass in der EU Unternehmen die Verluste von Auslandstöchtern bei der Steuererklärung in der Heimat geltend machen können&amp& Ma&ks & Spencer hatte sich dagegen gewehrt, dass Großbritannien seinen Unternehmen generell Verlustanrechnungen von Auslandstöchtern im Inland verweigert. Die 25 EU-Mitglieder dürfen nach diesem Urteil ihren grenzüberschreitend agierenden Konzernen nicht generell verbieten, Verluste ihrer Firmen im europäischen Ausland bei der Steuererklärung am Hauptsitz des Unternehmens anzurechnen. Der EuGH kippte pauschalen Verbote grenzüberschreitender Verlustanrechnungen. Damit drohen Deutschland, Österreich und anderen EU-Staaten Steuerausfälle in Milliardenhöhe, denn nun können inländische Unternehmen ihre Verluste im Ausland von der Steuer abziehen. Dem Urteil zufolge könne ein Staat zwar Auflagen für diese Verlustanrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften machen. Diese müssten aber verhältnismäßig sein.