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Stanley Tookie Williams in Kalifornien hingerichtet

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Stanley Tookie Williams in Kalifornien hingerichtet

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Im Gefängnis San Quentin bei San Francisco ist der wegen Mordes verurteilte Stanley Tookie Williams hingerichtet worden. Williams starb durch eine Giftspritze. Seine Anwälte hatten bis zur letzten Minute um sein Leben gekämpft, doch mehrere Gerichte der USA lehnten einen Aufschub der Exekution ab. Zuvor hatte der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, ein Gnadengesuch zurückgewiesen. Zur Begründung führte Schwarzenegger an, Williams habe sich nicht für die vier Morde entschuldigt, die 1981 zu seiner Verurteilung geführt hatten. Williams hatte diese abgestritten. Komplizen hätten ihn fälschlicherweise beschuldigt. Er war der Gründer einer berüchtigten Straßengang, hatte sich jedoch später, aus der Zelle heraus gegen Gewalt engagiert und als Autor von Kinderbüchern einen Namen gemacht. Seine Anhänger hatten Williams unter anderem wiederholt für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Vor den Toren des Gefängnisses San Quentin protestierten rund 2 000 Gegner der Todestrafe, darunter der Bürgerrechtler Jesse Jackson und die Sängerin Joan Baez. Die Todesstrafe war 1976 in den USA wieder eingeführt worden.