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Fazio sieht sich in "weißer Weste"

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Fazio sieht sich in "weißer Weste"

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Der Bankenskandal in Italien weitet sich aus.
Nach der Festnahme des ehemaligen Chefs der Banca Popolare Italiana, Gianpiero Fiorani, hat die Polizei die Wohnung und die Büros zahlreicher Manager der BPI durchsucht. Die Festnahme des bekannten Bankiers Fiorani war das beherrschende Thema in den italienischen Tageszeitungen.
Er soll im Übernahmekampf um die Banca Antonveneta verschiedene Straftaten begangen haben, unter anderem wird ihm Betrug und Unterschlagung vorgeworfen.
Viele Italiener hatten bereits im Vorfeld ein Eingreifen der Justiz gefordert und fühlen sich nun bestätigt. Durch die Festnahme geriet auch der italienische Zentralbankchef Antonio Fazio erneut unter Beschuss. Wieder wurden Rücktrittsforderungen laut, denen Fazio jedoch nicht nachkommen will. Er hat das Amt auf Lebzeit inne. Einer Zeitung sagte er: “Ich habe ein reines Gewissen. Wenn Fiaroani Delikte begangen hat, dann habe ich damit nichts zu tun.”
Fazio ist ein enger Freund Fioranis. Er soll ihn und dessen Banca Popolare Italiana im Übernahmekampf um Antonveneta gegenüber der niederländischen Bank ABN Amro bevorteilt haben.
Inzwischen haben die Niederländer das Rennen gemacht. Nicht nur die italienische Justiz schaltete sich in den Bankenskandal ein, sondern auch die EU-Kommission. Sie will den Bankenmarkt in Italien überprüfen. Die italienische Zentralbank hat nun zwei Monate Zeit, zu reagieren.