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Internationale Gemeinschaft schaltet sich in Kolumbien ein

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Internationale Gemeinschaft schaltet sich in Kolumbien ein

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Die kolumbianische Regierung will mit der Rebellenorganisation FARC unter internationaler Beobachtung über einen Gefangenenaustausch sprechen.

Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe stimmte der zeitweisen Entmilitarisierung eines Gebietes zu, um dort Verhandlungen mit den Rebellen zu ermöglichen: Insgesamt rund 180 Quadratkilometer. “Die kolumbianische Regierung nimmt das Angebot an. Ich gebe zu, dass es Zugeständnisse meiner Regierung einschließt. Wir akzeptieren diese veränderte Verhandlungsbasis, weil wir der internationalen Gemeinschaft vertrauen.” Noch ist unklar, ob sich die Rebellenorganisation auf das Angeboteinlässe. Rund 40 Vermittler aus Frankreich, Spanien und der Schweiz sollen die Vereinbarung über die Entmilitarisierung überwachen. Die sogenannten “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens” haben drei Bürger der USA in ihrer Gewalt, einige Politiker, sowie etwa fünfzig Soldaten und Polizisten – zum Teil seit etwa sieben Jahren. Sie sollen gegen hunderte von der Regierung gefangengenommene Rebellen ausgetauscht werden. Prominenteste Gefangene der FARC ist Ingrid Betancourt, die als Präsidentschaftskandidatin im Februar 2002 entführt wurde.