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Konferenz der Welthandelsorganisation fortgesetzt

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Konferenz der Welthandelsorganisation fortgesetzt

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Am Rande des WTO-Gipfels in Hongkong reißen die Protestaktionen nicht ab. Mit Helmen und Schilden ausgerüstete Polizisten setzten Pfefferspray gegen tausende Demonstranten ein, die versuchten, zum Kongresszentrum vorzudringen.

“Nein, wir sind gegen jede Vereinbarung der WTO. Wir sagen: Keine Vereinbarung ist besser als eine schlechte Vereinbarung.” Die Demonstranten befürchten, dass vor allem die ärmsten Länder der Welt durch die geplanten Handelserleichterungen weiter benachteiligt werden. Bereits gestern hatten sich mehrere Demonstranten aus aller Welt versammelt – darunter südkoreanische Bauern, japanische Fischer sowie Aktivisten aus Bangladesch, Indien, Brasilien und Taiwan. Auf der Konferenz der Welthandelsorganisation mit über 6000 Delegierten beraten die Mitgliedsstaaten über den Abbau von Zöllen und Agrarsubventionen. Insbesondere zwischen den USA und der Europäischen Union zeichneten sich neue Spannungen ab. Die USA warfen der EU eine Blockadepolitik vor. Sie mache beim Zugang zu geschützten Agrarmärkten zu wenig Zugeständnisse. Die USA stehen stattdessen in der Kritik, mit Nahrungsmittel-Hilfslieferungen an Entwicklungsländer indirekt die eigenen Bauern zu unterstützen. Gleichzeitig forderte Brasilien die reichen Industrieländer auf, ihre Agrarsubventionen abzubauen, da sie den Handel verzerrten.