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Spannung vor Urnengang im Irak

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Spannung vor Urnengang im Irak

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Einen Tag vor der Parlamentswahl sind im Irak umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen in Kraft getreten. Die Polizei setzte ein Verkehrsverbot um, auf den Straßen fuhren keine Autos mehr. Grenzen und Flughäfen wurden geschlossen und das nächtliche Ausgehverbot verlängert. Mehr als 15 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, erstmals seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein über die Besetzung eines ständigen Parlaments für eine vierjährige Legislaturperiode zu entscheiden. Der irakische Präsident Jalal Talabani rief die Bürger seines Landes auf, aktiv an der Wahl teilzunehmen. Diese Wahl und ihr Ergebnis hätten eine große Bedeutung. Der morgige Tag solle ein historisches Datum für den Irak werden und ein Sieg über den Terrorismus.

Nach Angaben der Wahlkommission wurden mehr als 6.000 Kandidaten, mehr als 300 politische Vereinigungen und 19 Parteienbündnisse zur Parlamentswahl zugelassen. Im Ausland lebende Iraker können bereits seit gestern ihre Stimme abgeben. Unterdessen kündigte der irakische Arm des Terrornetzwerkes Al Kaida eine groß angelegte Offensive mit weiteren Terroranschlägen gegen “Bastionen der Ungläubigen und Abtrünnigen” an.