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Parlamentswahl im Irak im Zeichen der Hoffnung

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Parlamentswahl im Irak im Zeichen der Hoffnung

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Überschattet von Explosionen haben im Irak die Wahlen zum ersten regulären Parlament seit dem Sturz von Saddam Hussein begonnen. Der irakische Staatspräsident Dschalal Talabani gab in Kurdistan seine Stimme ab. Unmittelbar nach Öffnung der Wahllokale waren in Ramadi und Bagdad Explosionen zu hören; in Mossul wurde ein Sicherheitsbeamter als in der Nähe eines Wahllokals eine Granate einschlug. Der Urnengang findet unter strengen Sicherheits- Vorkehrungen statt. Die irakische Regierung hat vorübergehend die Landesgrenzen geschlossen und in Bagdad und anderen Städten ein striktes Fahrverbot angeordnet. Mehr als 15 Millionen Iraker sind aufgerufen 275 Abgeordnete für die vierjährige Legislaturperiode zu bestimmen. Zur Wahl stehen rund 7000 Kandidaten aus über 300 Gruppen und Parteien. Das neue Wahlrecht garantiert der sunnitischen Minderheit eine größere Vertretung im neuen Parlament als bisher. Jede der 18 Provinzen bildet einen eigenen Wahlbezirk. 230 Abgeordnete werden in diesen 18 Wahlkreisen bestimmt. Weitere 45 Sitze werden über nationale Parteilisten verteilt. Ein Viertel der Mandate muss von Frauen besetzt sein.