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Ermittlungen gegen italienischen Nationalbank-Chef Fazio wegen Insider-Handels

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Ermittlungen gegen italienischen Nationalbank-Chef Fazio wegen Insider-Handels

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Gegen den Chef der italienischen Nationalbank, Antonio Fazio, wird jetzt auch wegen Insider-Handels ermittelt. Wie zwei italienische Tageszeitungen berichten, wirft die Mailänder Staatsanwaltschaft Fazio vor, Insiderwissen dazu genutzt haben, um an der Börse unlautere Geschäfte zu machen.

Vor einigen Monaten war ein Telefongespräch Fazios mit dem Chef der Banca Popolare Italiana bekannt geworden. Darin hatte Fazio seinen persönlichen Freund, Gianpiero Fiorani, in Kenntnis gesetzt, daß er bei der Übernahmeschlacht um die Banca Antonveneta eine Offerte der Banca Populare genehmigt habe. Der ehemalige Chef der Banca Populare ist deshalb seit Dienstag in Untersuchungshaft. Ihm und anderen Managern der Bank wird unter anderem Veruntreuung und Behinderung der Justiz zur Last gelegt. Im Verhör soll Fiorani gestanden haben, 200 Millionen Euro unterschlagen zu haben, um einen Schwarzgeldfond einzurichten. Gegen Fazio wird bereits wegen Amtsmissbrauchs ermittelt, weil er bei der Übernahmeschlacht um die Antonveneta die niederländische ABN Amro benachteiligt haben soll.