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Seat streicht nur halb so viele Stellen wie zunächst geplant

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Seat streicht nur halb so viele Stellen wie zunächst geplant

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Die spanische Volkswagen-Tochter Seat streicht nur rund die Hälfte der zunächst geplanten 1350 Arbeitsplätze.

Nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon einigten sich Geschäftsführung und Gewerkschaft auf den Abbau von 660 Stellen.

Seat sagte höhere Abfindungen zu und stellte entlassenen Mitarbeitern eine Wiedereinstellung in zwei Jahren in Aussicht.

Eine Seat-Sprecherin lobte anschließend die nun gefundene Lösung.

Es sei eine Vereinbarung für ein schwieriges, komplexes und sensibles Problem gefunden worden.

Das Unternehmen begründet die Streichungen mit dem Absatzrückgang.

In diesem Jahr sinkt die Produktion voraussichtlich auf 390.000 Fahrzeuge.

2001 hatte Seat noch knapp 480.000 Autos gefertigt.

Die Belegschaft zeigte sich von der Vereinbarung kaum überzeugt.

Viele Mitarbeiter meinten, die Geschäftsführung mache am Ende sowieso nur, was sie wolle.

Aus Protest gegen den Stellenabbau hatten die rund 15.000 Beschäftigten innerhalb von drei Wochen zwei Mal für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt.

Für den Januar war mit neuen Streiks gedroht worden.