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Nordirland: Sinn-Fein-Mitglied gibt Spionage für britische Regierung zu

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Nordirland: Sinn-Fein-Mitglied gibt Spionage für britische Regierung zu

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In Nordirland hat ein ranghohes Mitglied der IRA-nahen Sinn Fein nach seinem Parteiausschluss zugegeben, für den britischen Geheimdienst spioniert zu haben. Denis Donaldson erklärte, er bereue seine Tat. “Ich bin in den 80er Jahren rekrutiert worden”, sagte er, “zu einem Zeitpunkt meines Lebens, an dem ich angreifbar war.”

Donaldson war vor drei Jahren im Rahmen einer Razzia im Parlamentsgebäude Stormont festgenommen worden. In der vergangenen Woche hatte ihn ein Belfaster Gericht vom Vorwurf der Spionage für die Untergrundorganisation IRA freigesprochen. Medien begannen nach dem Freispruch über die Kontakte Donaldsons nach London zu spekulieren. Sinn-Fein-Chef Gerry Adams erkärte, ihm sei die Razzia damals suspekt gewesen. Er habe gewusst, dass es keinen Sinn-Fein-Spionagering gegeben habe, deshalb sei ihm instinktiv klar gewesen, dass da noch andere Dinge im Verborgenen gelegen haben müssten. Bei dem angeblichen IRA-Spionagering, der für den Zusammenbruch der Provinzregierung im Oktober 2002 verantwortlich gemacht worden war, habe es sich um eine gut vorbereitete Lüge Londons gehandelt, so Adams. Mit Donaldson sei eine Sinn-Fein-Schlüsselfigur in Belfast eingeschleust worden.