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Blair verteidigt Einschnitte beim Britenrabatt gegen heftige Kritik im Inland

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Blair verteidigt Einschnitte beim Britenrabatt gegen heftige Kritik im Inland

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Nach dem mühsam errungenen EU-Finanzkompromiss steht Tony Blair in seiner Heimat unter Beschuss. Die Briten können die Einschnitte beim Britenrabatt nur schwer verdauen. Bei der Debatte im Unterhaus, bei der es hoch her ging, warf der neue Oppositionsführer David Cameron dem Premierminister Versagen bei allen seinen Zielen für das EU-Budget vor: “Europa hatte es nötig, in eine andere Richtung geführt zu werden. Aber wir gehen doch weiter in die selbe Richtung, und zahlen nur mehr dafür.”

Blairs Breitseite gegen den Kontrahenten: “Er unterstützt die Erweiterung, und er ist dafür, dass die reichen Länder für die ärmeren Länder zahlen müssen. Aber er will nicht, dass Großbritannien dafür Geld bezahlt. Und dann redet er über die Krise der EU! Was wäre das wohl für eine Krise, wenn er sich um diese Politik kümmern müsste?

Dann redet er über den Rabatt. Ich erkläre noch einmal, dass der Rabatt wächst und nicht abnimmt. Denn der Abschlag wird weiter vom ganzen Geld für die Agrarpolitik rückerstattet. Und wenn er und seine Hinterbänkler fragen, warum Frankreich nicht mehr dafür bezahlt: Frankreich wird im nächsten Finanzrahmen als Nettozahler größere Verluste haben als Großbritannien.”

Dass Großbritannien außerdem eine Revision des Siebenjahresplans zur Halbzeit durchsetzen konnte, reicht Blairs Europaskeptischen Landsleuten kaum aus: Sie hatten auf eine grundlegende Reform der Agrarpolitik gehofft.