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EDF-Aktie findet trotz Aufnahme in Leitindex kaum Anlegerinteresse

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EDF-Aktie findet trotz Aufnahme in Leitindex kaum Anlegerinteresse

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Knapp einen Monat nach ihrer Börseneinführung ist die Aktie des Energieversorgers EDF in den französischen Aktienindex CAC 40 aufgenommen worden. Sie verdrängte dort das Papier des Privatsenders TF1. Die EDF-Aktie konnte bislang die Fantasie der Anleger nicht anregen. Vielmehr mußte der Kurs zu Anfang von den Emissionsbanken durch massive Käufe gestützt werden.

Seit der Börseneinführung am 21. November zog der Ausgabekurs von 32 Euro nur mühsam an. An diesem Montag gab das Papier nach – trotz der prominenteren Platzierung im Spitzenindex. Neben der enttäuschenden Akzeptanz des Papiers durch die Anleger machte die EDF-Aktie durch andere Missgeschicke von sich reden. So wurden nach Angaben des Sprechers einer Verbraucherschutzorganisation einem Bankkunden ohne dessen Wissen EDF-Titel verkauft – und das mit Verlust.

Aktionär wider Willen. Im Zusammenhang mit EDF war dies jedoch kein Einzelfall, wie die Sprecherin der Pariser Börsenaufsicht erklärt. Eine Untersuchung sei im Gange. Betroffen seien vieler Sparer, die keinerlei Absicht geäußert hätten, EDF-Aktien zu kaufen. Umso größer die Überraschung, als sie Kaufoperationen auf ihren Bankbelegen wiederfanden. Der Konzern selbst will nicht von einem Desinteresse der Anleger sprechen. Zur Ausgabe sei das Papier schließlich fünffach überzeichnet gewesen.