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Ex-Hisbollah-Kämpfer Hamadi nach fast 20 Jahren freigelassen

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Ex-Hisbollah-Kämpfer Hamadi nach fast 20 Jahren freigelassen

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In Deutschland ist der ehemalige Flugzeugentführer Mohammed Ali Hamadi nach fast 19 Jahren aus der Haft entlassen worden. Dem Bundesjustizministerium in Berlin lag nach eigenen Angaben kein Auslieferungsersuchen der USA vor.

Der Kämpfer der schiitischen Hisbollah hatte im Juni 1985 mit einem Komplizen eine vor allem mit US-Amerikanern besetzte TWA-Maschine nach dem Start in Athen gekapert. Während der zweitägigen Entführung wurde der Passagier Robert Stethem an Bord der Maschine auf dem Flughafen Beirut erschossen. In Folge der Geiselnahme wurden mehr als 700 schiitische Gefangene aus Lagern in Israel freigepresst. Im Januar 1987 konnte Hammadi auf dem Frankfurter Flughafen bei dem Versuch festgenommen werden, zwei Flaschen mit Flüssigsprengstoff nach Deutschland einzuschmuggeln. Im Mai 1989 verurteilte ihn die Jugendkammer des Frankfurter Landgerichts unter anderem wegen gemeinschaftlichen Mordes, Geiselnahme und Eingriff in den Luftverkehr zur Höchststrafe von lebenslanger Haft. Die vom Gericht festgesetzte “Mindestverbüßungsdauer” habe Hamadi abgesessen, so die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Hamadi habe die Bewährungsauflage erhalten, einen festen Wohnsitz bei seinem Bruder in Libanon zu nehmen.