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Ahmadinedschad will westliche Musik verbannen

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Ahmadinedschad will westliche Musik verbannen

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Schluß mit Pop, Rock und nicht zuletzt Hip Hop. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad will den westlich Beat verbieten. Radiostationen und Fernsehsender sollen künftig nur noch auf nationale und traditionelle Musik zurückgreifen dürfen. “Dekadent und dumm” nannte das Staatsoberhaupt die Ergüsse von Queen, Eric Clapton oder George Michael.

Auch Filme aus dem Westen sollen bald auf ihre “Tauglichkeit” hin überprüft werden. Hollywood wird sich also darauf einstellen müssen, dass Streifen, die die westliche Lebensweise glorifizieren, im Iran bald auf dem Index stehen. Doch Filme und Musik aus dem Westen erfreuen sich immer größerer Beliebheit. Ein Student meint, die möglichen Verbote würden doch nur dazu führen, dass die Menschen im Iran den heimschen Radio- und Fernsehprogrammen den Rücken zukehrten und sich ausländischer Medien bedienten. Keine Absatzchancen mehr für Michael Jackson und andere, hart arbeitende Künstler, sollte sich der Präsident durchsetzen ? Weitgefehlt. Der iranische Musikfan weiß sich zu helfen. Sollten Gesetze den westlichen Sound verbannen, gebe es doch immer noch das Internet oder den Schwarzmarkt, so ein iranischer Gitarrist. Im Iran hoffen die meisten Musiker und ihre Fans, dass das Verbot wie so manch andere Vorhaben der Regierung schnell in Vergessenheit gerät. So wurde unter anderem die Vorschrift, die Frauen das tragen von Make-Up untersagt, niemals durchgesetzt.