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EU erhöht Fangquoten für Ostsee-Dorsch


Redaktion Brüssel

EU erhöht Fangquoten für Ostsee-Dorsch

Die EU-Fischereiminister haben die Warnungen der Wissenschaftler in den Wind geschlagen und die Fangmengen für den weiterhin bedrohten Dorsch in der Ostsee erhöht. Vor allem im östlichen Teil der Ostsee, also jenseits Stettins, befinden sich die Bestände in schlechtem Zustand – doch für dieses Gebiet stockten die Minister die Fangmenge auf, während sie sie im westlichen Teil trotz besserer Situation beibehielten.

Insgesamt dürfen die Fischer nächstes Jahr über 73.000 Tonnen Dorsch aus der Ostsee holen statt wie in diesem Jahr gut 67.000. Die deutsche Flotte kann durch Fangerlaubnis im Bornholmer Tief ebenfalls mehr fischen.

Dafür wollen die Minister durch Fangverbote von drei Monaten den Dorschbeständen, also der Jung- oder Zwergform des Kabeljaus in der Ostsee, Zeit zur Erholung lassen. Entsprechend den Empfehlungen der EU-Kommission wollen sie außerdem die Kontrollen verschärfen. Für alle Fischarten insgesamt erhöhten sie die Fanghöchstmenge in der Ostsee um über zehn Prozent. Dem Dorsch bleibt letzlich nur zu empfehlen, westwärts zu schwimmen.

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