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Präsidentschaftswahlen in Portugal: Die beiden Favoriten Mario Soares und Anibal Cavaco Silva haben sich ein erstes Fernsehduell geliefert

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Präsidentschaftswahlen in Portugal: Die beiden Favoriten Mario Soares und Anibal Cavaco Silva haben sich ein erstes Fernsehduell geliefert

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Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Soares, der dieses Amt schon zwei Mal inne hatte, warf seinem Gegner unlauteren Wettbewerb im Wahlkampf vor: “Er redet über Angelegenheiten, für die der Staatspräsident gar nicht zuständig ist. Er redet über die Krise in unserem Land, die uns alle betrifft, aber der Präsident macht keine Politik. Er könnte nicht gegen die Arbeitslosigkeit kämpfen, wie er es versprochen hat. Er könnte die Probleme der Bildungseinrichtungen nicht lösen oder sonst irgendwelche Probleme. Dafür ist die Regierung zuständig.“Der Mitte-Rechts-Kandidat und langjährige Premierminister Cavaco Silva warf seinem Widersacher vor, inhaltlichen Fragen auszuweichen: “Ich bin nicht der Retter des Vaterlandes. Ich kenne die Zuständigkeiten des Staatspräsidenten genau. Aber im Gegensatz zu Mario Soares bin ich der Meinung, dass der Präsident in wirtschaftlich schlechten Zeiten wie heute nicht passiv bleiben kann. Er muss handeln und mit der Regierung zusammenarbeiten.“In den Wahlumfragen hat Cavaco Silva einen großen Vorsprung vor seinem alten Widersacher Soares. Die Wahlen finden am 22. Januar statt.