Eilmeldung

Eilmeldung

Weihnachtliche Truppenbesuche: Blair, Rumsfeld und Marcinkiewicz im Irak

Sie lesen gerade:

Weihnachtliche Truppenbesuche: Blair, Rumsfeld und Marcinkiewicz im Irak

Schriftgrösse Aa Aa

Mehrere westliche Politiker sind zu weihnachtlichen Truppenbesuchen in den Irak gereist. Der britische Premierminister Tony Blair überbrachte bei seiner unangekündigten Visite den rund 8500 britischen Soldaten den Dank Großbritanniens. Außerdem stellte er den Abzug der britischen Truppen in einem halben Jahr in Aussicht.

Mit Kommandeuren besprach Blair die militärische Lage im Land nach den Parlamentswahlen. Britische Offiziere hatten in den vergangenen Wochen mehrmals geklagt, dass die örtlichen irakischen Sicherheitskräfte von Aufständischen unterwandert würden.

Während Blair die britischen Truppen in der südirakischen Stadt Basra aufsuchte, reiste der polnische Ministerpräsident Kazimierz Marcinkiewicz unangekündigt nach Diwanja südlich von Bagdad ins polnische Hauptquartier. Die Zukunft des polnischen Militäreinsatzes ließ der Regierungschef dabei allerdings offen.

Und auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld kam in den Irak, wo er mit US-Soldaten und irakischen Führern zusammentraf. Um die Anschlagsgefahr möglichst gering zu halten, war Rumsfeld mit einem Frachtflugzeug aus Afghanistan angereist.

Unterdessen haben 35 politische Gruppierungen im Irak das bisher vorliegende Teilergebnis der Parlamentswahl als “gefälscht” zurückgewiesen. Das Ergebnis der Wahlkommission müsse annulliert werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der wichtigsten sunnitischen Gruppierungen und des laizistischen Bündnisses von Ex-Regierungschef Ijad Allawi.

Außerdem fordern die Parteien eine internationale Untersuchung der von ihnen geltend gemachten Unregelmäßigkeiten und kündigten an, bei der Arabischen Liga und den Vereinten Nationen Beschwerde einzulegen. Nach den vorliegenden Teilergebnissen hat das religiöse Schiiten-Bündnis Vereinigte Irakische Allianz die irakischen Parlamentswahlen gewonnen.