Eilmeldung

Eilmeldung

Gasstreit zwischen Rußland und Ukraine: Gasprom bekräftigt Ultimatum

Sie lesen gerade:

Gasstreit zwischen Rußland und Ukraine: Gasprom bekräftigt Ultimatum

Schriftgrösse Aa Aa

Der russische Gaskonzern Gasprom hat am Sonntag seine Absicht bekräftigt, die Erdgaslieferungen an die Ukraine am 1. Januar einzustellen, falls die Ukraine die Preisanhebung auf mehr als das Vierfache nicht akzeptiert. Am Freitag hatte Gasprom bereits demonstrativ die Stillegung der Pipelines in die Ukraine geprobt.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow wies Vermutungen zurück, Moskau wolle die reformorientierte ukrainische Regierung abstrafen: “Das ist keine politische, sondern eine rein wirtschaftliche Entscheidung. Sie kennen die Zahlen, den Preis, den die Westeuropäer zahlen, den Preis, den die Ukrainer zahlen, und der ist sogar niedriger als der Preis für unsere russischen Kunden”, sagte Lawrow gegnüber dem russischen Fernsehn. Der ukrainische Energieminister Ivan Wasiliowitsch Plachkow betonte, sein Land sei nur bereit, eine schrittweise Erhöhung Anhebung der Preise zu akzeptieren: “Die Ukraine hat eine Übergansregelung vorgeschlagen, in der schrittweise die Preise für russisches Gas und die Gebühren für die Durchleitung russischen Gases durch die Ukraine gezahlt werden”, sagte Plachkow gegenüber EuroNews. Die Ukraine hat bislang aus Russland Erdgas zum Eigenverbrauch für 50 Dollar pro 1 000 Kubikmeter erhalten. Jetzt fordert Gasprom 230 Dollar. Gasprom wird Aserbaidschan 2006 bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu einem Preis von 110 Dollar je 1 000 Kubikmeter liefern.