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Palästinensergebiete: Streit um Wahlkandidaten entzweit die Fatah

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Palästinensergebiete: Streit um Wahlkandidaten entzweit die Fatah

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Im Gazastreifen haben bewaffnete Mitglieder der El-Aksa-Brigaden zwei Büros der palästinensischen Wahlkommission belagert, um gegen die Auswahl der Kandidaten bei der Parlamentswahl Ende Januar zu protestieren. Damit droht der Kampf der Generationen innerhalb der Palästinenserführung zu eskalieren. Denn die El-Aksa-Brigaden sind ein bewaffneter Arm der Fatah-Bewegung von Präsident Mahmud Abbas, der heute eine neue Kandidatenliste für den Urnengang vorlegen wollte. Jüngere Fatah-Anhänger des in Israel inhaftierten Intifada-Führers Marwan Barghuti hatten Mitte Dezember eine zweite Kandidatenliste unter dem Namen “Zukunft” aufgestellt. In dieser Stand Barghuti an der Spitze. Abbas schien es in der vergangenen Woche jedoch zu gelingen, mit einer veränderten Einheitsliste die streitenden Flügel seiner Organisation wieder an einen Tisch zu holen. Denn die Auseinandersetzungen gefährden die Erfolgschancen der Fatah bei der Parlamentswahl gegenüber der weitaus radikaleren Palästinenser- Organisation Hamas. Mit ihren Aktionen wollen Teile der Palästinenserorganisationen eine Verschiebung des Urnengangs erzwingen.