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Gewaltsames Ende für Flüchtlingscamp in Kairo

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Gewaltsames Ende für Flüchtlingscamp in Kairo

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Bei Straßenschlachten zwischen sudanesischen Flüchtlingen und der ägyptischen Polizei wurden in Kairo mindestens zehn Menschen getötet, mehr als 50 wurden verletzt. Die Polizei löste am Morgen gewaltsam ein Camp von rund 3500 Sudanesen auf, die in der Nähe der Büros des UN- Flüchtlingskommissariates lagerten. Die Flüchtlinge forderten von der UNO, in ein anderes Land gebracht zu werden. In Ägypten hätten sie bereits zu viel Gewalt erlitten. Nach vielen Jahren Bürgerkrieg im Sudan und einem besonders blutigen Konflikt in der Region Darfur gibt es im Sudan mittlerweile rund 6 Millionen Flüchtlinge. Auch nach einem Friedensschluß im Januar ist die Lage im Land immer noch sehr gefährlich, die Menschen wollen daher nicht in ihr Heimatland zurückkehren. Eine Sprecherin des UNHCR sagte, das Büro in Kairo habe wegen der Flüchtlinge in der Stadt bereits Kontakt zu den Behörden aufgenommen. Von der Räumung des Camps sei aber niemand informiert worden.