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Ukraine beendet Abzug seiner Soldaten aus dem Irak

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Ukraine beendet Abzug seiner Soldaten aus dem Irak

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Die Ukraine hat ihr letztes Truppenkontingent aus dem Irak abgezogen. Die Soldaten waren dort seit 2003 als Teil der von den USA geführten Kriegskoalition stationiert. Ex-Präsident Leonid Kutschma wollte mit der Entsendung ukrainischer Soldaten in den Irak die Beziehungen seines Landes zu Washington verbessern. Das bis zu 1.600 Mann starke Kontingent war unter polnischem Kommando in der zentral-irakischen Provinz Wasit stationiert. In der ukrainischen Bevölkerung sowie der neuen Staatsführung unter Kutschma-Nachfolger Viktor Juschtschenko herrscht nun aber Einvernehmen darüber, den Truppeneinsatz zu beenden.

Unterdessen hat auch das Parlament in Seoul den geplanten Abzug von knapp 1000 südkoreanischen Soldaten aus dem Irak gebilligt. Zugleich stimmten die Abgeordneten für die Verlängerung des Einsatzes im Nordirak um ein weiteres Jahr. Südkorea stellt mit bislang knapp 3200 Soldaten das drittgrößte Kontingent nach den USA und Großbritannien. In Warschau hat die konservative neue Regierung inzwischen an, dass die polnischen Truppen bis Ende 2006 im Irak bleiben werden. Die frühere Linksregierung hatte noch den Abzug bis Ende dieses Jahres angekündigt. Derzeit sind noch 1450 polnische Soldaten im Irak stationiert. Sie sollen bis März auf 900 Mann verringert werden.