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Syrien erneut unter Druck wegen Hariri-Mord - Assad soll mehrmals gedroht haben

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Syrien erneut unter Druck wegen Hariri-Mord - Assad soll mehrmals gedroht haben

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Der im Juni zurückgetretene syrische Vizepräsident Abdel-Halim Khaddam hat schwere Anschuldigungen gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad gerichtet.Assad habe wiederholt Drohungen an den ermordeten libanesischen Ex-Regierungs-chef Rafik Hariri ausgesprochen, so Khaddam in einem Interview mit dem Sender al-Arabia. Assad habe Hariri gedroht, jeden zu vernichten, der sich gegen Syrien stelle.Ende April waren die syrischen Truppen nach wachsendem internationalen Druck infolge des Hariri-Mordes aus dem Libanon abgezogen.

Laut den Ermittlungen der Vereinten Nationen waren der syrische Geheimdienst sowie Angehörige Assads in den Mord an Rafki Hariri verwickelt. Khaddam sagte dazu, dass keine syrische Behörde, auch nicht der Geheimdienst, die Entscheidung, Hariri zu ermorden, allein hätte treffen können. Bei dem Attentat im Februar waren neben Hariri 21 weitere Menschen umgekommen. Die syrische Version, wonach ein palästinensischer Selbstmordattentäter für das Blutbad verantwortlich sei, bezeichnete Khaddam als “unsinnig”.