Eilmeldung

Eilmeldung

Keine Einigung im Gasstreit zwischen Ukraine und Russland

Sie lesen gerade:

Keine Einigung im Gasstreit zwischen Ukraine und Russland

Schriftgrösse Aa Aa

Nach Ablauf des Ultimatums im Gasstreit hat der staatliche russische Gazpromkonzern die Lieferungen in die Ukraine wie angedroht stark verringert. In der Ukraine sank der Druck in den Pipelines für die Inlandsversorgung. Die pro- westliche Regierung des Landes sieht darin einen Erpressungsversuch, Moskau nutze seine Kontrolle über die Energievorkommen als politische Waffe, hieß es. Gazprom will im Gegensatz zur bisherigen Praxis mit der Ukraine Weltmarktpreise abrechnen. Das würde die Gasrechnungen in der Ukraine verfünffachen. Ein Sprecher von Gazprom sagte in Moskau, die Ukraine habe von Anfang an auf einen Konflikt zugesteuert. Außerdem wolle das Nachbarland ohne Erlaubnis illegal die Leitungen anzapfen, in denen das für Westeuropa bestimmte Gas ströme. Ein Großteil der russischen Gaslieferungen an den Westen geht durch die Ukraine. Aus Polen meldeten Energieversorger einen Druckabfall in den Leitungen aus dem Nachbarland. Die Regierung in Kiev wies den Vorwurf des Diebstahls von sich. Das Land sei weiter an einem Vertragsabschluß interessiert und habe bereits Russland ein Angebot mit marktgerechten Preisen unterbreitet. Bis zum Abschluß eines neuen Liefervertrages will die Ukraine mit eigenen Vorkommen sowie mit Exporten aus Turkmenien über die Runden kommen.