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Empfängerländer russischen Erdgases sehen Versorgung nicht gefährdet

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Empfängerländer russischen Erdgases sehen Versorgung nicht gefährdet

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In Polen ist bereist ein Rückgang der über die Ukraine kommenden Gasmenge festgestellt worden. Nach Angaben der Behörden liegt der Gasdruck in der Pipeline an der ukrainischen Grenze um etwa 14 Prozent unter dem Normalwert. Polen deckt rund ein fünftel seines Gasbedarfs durch diese Pipeline. Wirtschaftsminister Piotr Wozniak betonte, dass die Versorgung der Privathaushalte nicht in Gefahr sei. Auch im Febuar 2004 habe es keine Probleme gegeben, als die Lieferungen über Weißrussland unterbrochen worden seien. Die Industrie müsse sich jedoch auf mögliche Engpässe einstellen, fügte der Minister hinzu. In Ungarn wurde ein Rückgang der Gaslieferung um 25 Prozent festgetellt. Mehrere Elektrizitätswerke stellten daraufhin auf Heizöl-Betrieb um.Die Gasversorgung sei gewährleistet, erklärte Wirtschaftsminister Janos Koka: Weder Privatverbraucher noch die Industrie seien gefährdet; die Gasreserven des Landes reichten für mehrere Monate. Er werde die Lage am Mittwoch in Brüssel mit den zuständigen Ministern der übrigen EU-Staaten erörtern. Österreich meldete einen Rückgang um etwa ein Drittel; die Versorgung der Haushalte und Betriebe bleibe jedoch gesichert, hieß es in Wien. Auch die deutsche Regierung erklärte, die Gasversorgung in der Bundesrepublik sei nicht gefährdet; es gebe ausreichend Speicher-Kapazität.