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Gaskonflikt: EU fürchtet Lieferengpässe

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Gaskonflikt: EU fürchtet Lieferengpässe

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Nachdem Russland der Ukraine den Gashahn zugedreht hat, wächst in der Europäischen Union die Sorge vor Lieferengpässen. Einige EU-Staaten meldeten bereits erste Konsequenzen durch den Druckverlust in den Pipelines.

Die Ukraine ist das Schlüsselland für die russischen Gaslieferungen. Ein Großteil der Gasexporte nach Europa fließen durch das Land. Aus Polen hieß es bereits, durch den Druckabfall in den Leitungen sei 14 Prozent weniger Gas als üblich eingetroffen. Der österreichische Energieversorger OMV meldete sogar einen Rückgang um 18 Prozent. Vor dem Hintergrund geringerer Lieferungen in einige EU-Staaten warf derSprecher des russischen Gaslieferanten Gasprom, Sergej Kuprianov, der Ukraine Diebstahl vor. Die Ukraine habe die Leitungen angezapft, so der Sprecher unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Diesen Vorwurf wies der ukrainische Präsident Viktor Juschenko zurück. Das Gas werde nach wie vor durch die Pipelines geleitet. Russland versuche durch diese Aktion die ukrainische Wirtschaft zu destabilisieren, hieß es aus dem Außenministerium. Dei Ukraine solle für ihren pro-westlichen Kurs abgestraft werden. Für kommenden Mittwoch berief die EU ein Krisentreffen zur Lösung des Energiekonflikts ein.