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Kidnapper im Jemen drohen mit Ermordung der italienischen Geiseln

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Kidnapper im Jemen drohen mit Ermordung der italienischen Geiseln

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Die Kidnapper der fünf italienischen Touristen im Jemen haben damit gedroht, die Geiseln zu töten, falls das Militär eine Befreiungsaktion starten sollte: Die Behörden in der Stadt Marib bestätigten, entsprechende Drohungen erhalten zu haben. Nach Erkenntnissen der italienischen Botschaft im Jemen sind die fünf Geiseln in guter Verfassung. Die zwei Männer und drei Frauen waren am Sonntag in Marib, 195 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa, verschleppt worden.

Die drei Frauen wurden schon am Sonntag wieder freigelassen, kehrten jedoch kurze Zeit später freiwillig in Geiselhaft zurück. Sie hätten sich der Trennung von ihren männlichen Begleitern widersetzt, hieß es in jemenitischen Behördenkreisen. Die Entführer sind Mitglieder des Al-Saidi-Stammes, die acht wegen Blutrache inhaftierte Clan-Mitglieder freipressen wollen. Die Regierung beauftragte den Vize-Stabschef des Militärs mit der Verhandlungsleitung. Staatspräsident Ali Abdullah Saleh kündigte Maßnahmen an, um die in seinem Land grassierenden Entführungen zu unterbinden.