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Verdacht: Erstes Opfer der Vogelgrippe im Osten der Türkei

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Verdacht: Erstes Opfer der Vogelgrippe im Osten der Türkei

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Erstmals ist in der Türkei möglicherweise ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Im Osten des Landes erlag ein 14-jähriger Junge einer Krankheit mit Vogelgrippe-ähnlichen Symptomen. Er war zusammen mit fünf anderen Patienten aus der Stadt Dogubeyazit an der Grenze zum Iran mit Verdacht auf Vogelgrippe in das Krankenhaus der Provinzhauptstadt Van gebracht worden. Die Behandlung mit Antibiotika sorgte für keine Besserung des Gesundheitszustandes. Angeblich hatten die sechs Erkrankten trotz Warnungen der Behörden wiederholt Geflügelfleisch gegessen. Der verstorbene Junge und vier weitere erkrankte Kinder sollen auf einer Geflügelfarm in Agri gelebt und bei der Vogelzucht mitgeholfen haben. Blutproben von ihnen sollen nun auf den auch für den Menschen gefährlichen Erreger H5N1 getestet werden. In der Türkei waren in den vergangenen drei Monaten wiederholt Fälle von Vogelgrippe aufgetreten, die nach Expertenansicht von Zugvögeln eingeschleppt wurde. Zehntausende Wildvögel und Geflügel wurden seitdem getötet. Der für den Menschen gefährlichen Variante des Vogelgrippe-Virus sind in Asien bislang mehr als 70 Menschen zum Opfer gefallen.