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EU macht sich nach Gasstreit auf die Suche nach Alternativen


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EU macht sich nach Gasstreit auf die Suche nach Alternativen

Der Kampf ums Gas hat der Europäischen Union vor Augen geführt, wie sehr sie von ausländischen Ressourcen abhängt – und dass von einer wahren EU-Energiepolitik noch nicht die Rede sein kann. Ein Viertel des in der Union verbrauchten Erdgases kommt aus Russland, wobei die Mitgliedsstaaten unterschiedlich abhängig von den Russen sind – die Finnen komplett, die Spanier gar nicht.

Vielmehr, als Experten für diesen Mittwoch einzubestellen, blieb Energiekommissar Andris Piebalgs nicht zu tun. Er betont, wie wichtig eine sichere Gasversorgung für die Union sei. Der Streit habe gezeigt, wie verwundbar sie gegenüber Verknappungen sei. Bei den Gesprächen mit den Fachleuten werde es um die aktuelle Lage gehen, denn der Streit zwischen der Ukraine und Russland betreffe auch die EU.

Vorstöße der Kommission, die Energieversorgung der Union sicherer zu machen, scheiterten bisher an den Mitgliedsstaaten.

Nun sehen die EU-Partner die einzige Lösung in mehr Diversifizierung der Lieferanten, der Energiequellen – und im Energiesparen. Zudem setzen sie ihre Hoffnungen auf die künftige Nabucco-Gaspipeline über die Türkei, an Russland vorbei, und auf Flüssiggaslieferungen per Schiff.

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