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Gasprom will Gaslieferungen nach Europa sicherstellen

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Gasprom will Gaslieferungen nach Europa sicherstellen

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Im Gasstreit mit der Ukraine hat der russische Gasprom-Konzern seinen Kunden in West- und Mitteleuropa bis heute abend die Wiederherstellung der vollen Versorgungssicherheit zugesagt. Das vom Kreml kontrollierte Unternehmen hatte seine Gaslieferungen an die Ukraine am Neujahrstag eingestellt. Daraufhin hatten mehrere Länder über einen Rückgang der gelieferten Gasmenge geklagt. Der stellvertretende Gasprom-Vorsitzende, Alexander Medveded, sagte, es seien bereits weitere 95 Millionen Kubikmeter in ukrainische Pipelines gepumpt worden. Der vom Kreml kontrollierte Energiekonzern verlangt von der Ukraine seit dem 1. Januar einen fast fünf Mal höheren Gaspreis. Weil die Ukraine sich dem verweigerte, drehte Gasprom dem Land das Gas ab. Der Kreml wirft der Ukraine außerdem vor, Gas entwendet zu haben. Von dem Lieferstopp sind auch europäische Länder betroffen. Vor allem Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Polen und Frankreich meldeten Einbußen von bis zu einem Drittel der Liefermenge. Österreich verbuchte schon gestern einen Wiederanstieg. Die ukrainische Regierung wies Vorwürfe zurück, nach denen sie russische Pipelines angezapft habe. Sie versprach, eigene Vorräte einzusetzen, um die europäische Gasversorgung sicherzustellen. Litauen, Lettland, Estland und die Slowakei beziehen fast ihr gesamtes Erdgas aus Russland.