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Im Jemen dauert die Geiselnahme von fünf italienischen Touristen an

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Im Jemen dauert die Geiselnahme von fünf italienischen Touristen an

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Nach wie vor werden die drei Frauen und zwei Männer in einem jemenitischen Dorf festgehahlten. Bisher wurde jedoch keine Befreiungsaktion gestartet, weil die Geiselnehmer in diesem Fall mit der Ermordung der Touristen gedroht haben. Nach Angaben des italienischen Botschafters sollen sie in guter Verfassung sein.

Die Italiener waren am Sonntag in Marib, 195 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa verschleppt worden. Kurz darauf kamen die drei Frauen frei. Sie kehrten jedoch aus Solidarität freiwillig wieder zu den Männern zurück. Der Vizestabschef des Militärs verhandelt derzeit mit den Geiselnehmern. Inzwischen verließen die restlichen Mitglieder der insgesamt 16-köpfigen italienischen Reisegruppe den Jemen. Es ist die vierte Entführung westlicher Touristen in weniger als zwei Monaten. Die Entführer gehören zum Al-Saidi-Stamm. Sie wollen so mehrere Clan-Mitglieder freipressen, die wegen eines Streits mit einem anderen Stamm im Gefängnis sitzen. In Sanaa protestierten unterdessen Künstler und Intellektuelle für ein Ende der Geiselnahme und gegen die wiederholten Entführungen. Erst Ende der Woche waren der deutsche Ex-Staatssekretär Jürgen Chrobog und dessen Familie aus einer viertätigen Geiselhaft freigekommen.