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Anarchie im Gazastreifen

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Anarchie im Gazastreifen

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Im Gazastreifen herrschen immer chaotischere Zustände. Bewaffnete Palästinenser durchbrachen mit Bulldozern die Grenzmauer nach Ägypten in der Stadt Rafah; sie wurden von der ägyptischen Polizei am weiteren Vordringen gehindert. Die Männer gehören zu einer Splittergruppe der Al-Aksa-Brigaden, des bewaffneten Arms der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Ihr Anführer war zuvor wegen der Entführung von drei Briten festgenommen worden.

Augenzeugen berichteten, am Grenzübergang sei zeitweise ein Sprengsatz deponiert worden. Die Bewaffneten stürmten in Rafah Gebäude der palästinensischen Regierung und drohten über Lautsprecher, die am 25. Januar die Parlamentswahl in Rafah zu verhindern. Unterdessen feuerten Palästinenser vom Gazastreifen aus mehrere Kassem-Raketen auf israelisches Territorium ab. Um derartige Angriffe zu verhindern, hatte Israel im Norden des Gazasteifens eine Sperrzone eingerichtet.