Eilmeldung

Eilmeldung

Ende des Gasstreits: Russland und die Ukraine einigen sich auf höheren Preis

Sie lesen gerade:

Ende des Gasstreits: Russland und die Ukraine einigen sich auf höheren Preis

Schriftgrösse Aa Aa

Im Streit um Gaslieferungen haben Russland und die Ukraine am Mittwoch morgen eine Einigung erzielt. Nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Vorstandsvorsitzenden des ukrainischen Energieversorgers Naftogas, Alexej Iwtschenko, zeigte sich der Chef des russischen Energieversorgers Gazprom, Alexej Miller, zufrieden mit dem Ergebnis.

Am 1. Januar hatte Gazprom die Gaslieferungen in die Ukraine unterbrochen, da zunächst keine Übereinkunft über den Preis erzielt werden konnte. Die Ukraine zahlte bislang 50 Dollar pro 1000 Kubikmeter an Russland. Gazprom wollte den Preis ab 2006 auf bis zu 230 Dollar pro Kubikmeter erhöhen. Laut der nun erzielten Einigung verkauft Gazprom das Gas für 230 Dollar pro 1000 Kubikmeter an einen Zwischenhändler, an dem Gazprom Anteile hält. Dieser soll das russische Gas gemeinsam mit billigerem Gas aus Zentralasien für 95 Dollar in die Ukraine exportieren. Außerdem wird der Preis für den Transit des russischen Gases durch die Ukraine erhöht: Statt wie bisher 1,09 Dollar bezahlt Russland künftig 1,60 Dollar für 1000 Kubikmeter je 100 Kilometer. Beide Seiten wollen außerdem in Zukunft ihre Geschäfte in bar abwickeln. Bisher hatte Russland die Transitgebühren an die Ukraine in Form von Gas beglichen. Die Ukraine verbraucht jährlich bis zu 80 Milliarden Kubikmeter Gas. Ein Großteil davon stammt aus turkmenischen Vorkommen, Russland lieferte bisher 23 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Dieser Anteil soll in Zukunft auf 17 Milliarden Kubikmeter sinken.