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Erleichterung in Brüssel nach der Einigung im Gasstreit

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Erleichterung in Brüssel nach der Einigung im Gasstreit

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Doch die EU hat eine Lektion erteilt bekommen. Wie sich beim Expertentreffen an diesem Mittwoch zeigte, stand Europa näher an einer Versorgungskrise, als viele das wahrhaben wollten. EU-Kommissar Andris Piebalgs wird nun an einer echten gemeinsamen Energiepolitik arbeiten müssen. Und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein von der österreichischen Ratspräsidentschaft räumte ein:

“Wir müssen jetzt ganz allgemein über die Sicherheit der Energieversorgung nachdenken, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Wir müssen aus der Lektion etwas lernen.”

Bisher steckt die EU-Energiepolitik in den Kinderschuhen, viele Vorstöße wurden von den Mitgliedsstaaten abgeblockt. Nun will die Union auf einen ausgewogeneren Energiemix und verschiedene Lieferanten setzen.

Der Streit hat auch dem Projekt der Nabucco-Gaspipeline über die Türkei, Bulgarien und Rumänien, an Russland vorbei, neuen Antrieb gegeben. Die EU will des weiteren künftig mehr Gas aus Nordafrika importieren, um unabhängiger von Russland zu werden. Auch Flüssiggaslieferungen mit dem Schiff sollen ausgebaut werden.

Die EU-Kommission will zudem die Nutzung alternativer Energiequellen wie Wind und Sonne weiter fördern – und Energiekommissar Piebalgs erwägt auch, die Diskussion über Atomenergie wieder anzufachen. Zuallerst ruft er aber zum Energiesparen auf…