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Israels Ministerpräsident Scharon kämpft mit dem Tod

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Israels Ministerpräsident Scharon kämpft mit dem Tod

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Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ist nach einem schweren Schlaganfall und mit massiven Hirnblutungen in ein Jerusalemer Krankenhaus eingeliefert worden. Eine zweite Gehirnoperation ist beendet worden; nun sollen weitere Computertomogramm-Untersuchungen Aufschluss über Scharons Zustand geben. Es ist bereits der zweite Schlaganfall des israelischen Ministerpräsidenten innerhalb weniger Wochen. Der erste verlief allerdings glimpflich, schon nach wenigen Tagen nahm Scharon die Regierungsgeschäfte wieder auf.

Am Mittwoch abend hatte der israelische Ministerpräsident auf seiner Ranch in der Negev-Wüste über Unwohlsein geklagt. Er wurde daraufhin sofort in die etwa eine Autostunde entfernte Hassada-Klinik in Jerusalem gebracht – auf der Fahrt erlitt er dann den Schlaganfall. Dennoch soll er bei der Ankunft im Krankenhaus noch bei Bewusstsein gewesen sein. Unklar ist, warum Scharon nicht in das Krankenhaus von Beerscheba gebracht wurde, das viel näher lag. Scharons Zustand ist besonders brisant angesichts der bevorstehenden Parlamentswahlen in Israel. Erst im November hatte Scharon den konservativen Likud-Block verlassen, um eine moderate Partei der Mitte zu gründen. Kadima galt bei der für den 28. März geplanten Wahl als aussichtsreichste Partei. Aber ohne Scharon wäre ihre Zukunft vollkommen ungewiss.