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Neue Skandale in Italien

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Neue Skandale in Italien

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Drei Monate vor den Parlamentswahlen in Italien gerät die Opposition unter Druck: Der Chef der Linksdemokraten, Piero Fassino, soll indirekt in den Skandal um die Übernahme der Banka Nationale del Lavoro verwickelt gewesen sein. Die Zeitung “Il Giornale” trat den neuen Skandal los, indem sie ein mitgeschnittenes Telefonat zwischen Fassino und dem skandalumwitterten Chef der Versicherungsgesellschaft Uniopol, Giovanni Consorte, veröffentlichte. Gegen diesen ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen Bankschwindel und Bestechung. Der Mitschnitt machte die enge geschäftliche und politische Beziehung zwischen Consorte und Fassino deutlich. Brisant: die Veröffentlichung des Gesprächs war illegal. Noch brisanter: Die Zeitung gehört dem Bruder von Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Der Spitzenkandidat der Opposition, Romano Prodi, bemühte sich das Image des linken Bündnisses wieder zurecht zu rücken. Italien brauche neue moralische Regeln. Und in Zukunft müssten Politik und Wirtschaft klarer voneinander getrennt werden, sagte er. Mitglieder der Linksdemokraten haben sich bereits von ihrem Vorsitzenden Fassino distanziert. Die neuen Skandale drohen jedoch das Vertrauen der italienischen Wähler in Politiker und Medien weiter zu zerstören.