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Wieder Gewalt im Irak: Dutzende Menschen sterben bei Anschlägen

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Wieder Gewalt im Irak: Dutzende Menschen sterben bei Anschlägen

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Bei einer Explosion in der südirakischen Pilgerstadt Kerbala sind am Donnerstag Dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben des Krankenhauses starben rund 50 Menschen, fast 70 wurden verletzt. Die Bombe detonierte auf halber Strecke zwischen den beiden schiitischen Heiligtümern der Stadt: dem Schrein des Imam Hussein und der Moschee seines Bruders Abbas. Laut Augenzeugen handelte es sich um ein Selbstmordattentat. Es war bereits die zweite Explosion in der Stadt innerhalb von zwei Tagen: Am Mittwoch waren bei einem Autobombenanschlag in Kerbala drei Menschen verletzt worden. Davor war die Stadt seit Dezember 2004 von Attentaten verschont geblieben. Kerbala ist en Wallfahrtsort für Schiiten aus aller Welt, vor allem aus dem Iran.

Bei einem weiteren Anschlag in der westirakischen Stadt Ramadi kamen mehr als 30 Menschen ums Leben, etwa ebenso viele wurden verletzt. Nach Medienberichten sprengte sich der Attentäter in einem Rekrutierungsbüro der Polizei in die Luft und riss zahlreiche Sicherheitskräfte und Rekruten mit in den Tod.