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Zahlreiche Tote bei schweren Anschlägen im Irak

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Zahlreiche Tote bei schweren Anschlägen im Irak

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Bei einem Anschlag in der westirakischen Stadt Ramadi sind mehr als sechzig Menschen ums Leben gekommen; etwa ebenso viele wurden verletzt. Der Attentäter sprengte sich in einem Rekrutierungsbüro der Polizei selbst in die Luft und riss Polizisten und Rekruten mit in den Tod. Nach Angaben eines Krankenhaussprechers befinden sich unter den Verletzten auch amerikanische Soldaten; deren Anzahl nannte er nicht.

Auch in der Pilgerstadt Kerbala – südlich der Hauptstadt Bagdad – wurden zahlreiche Menschen bei einem Sprengstoff-Anschlag getötet: Nach Angaben des örtlichen Krankenhauses kamen etwa fünfzig Menschen ums Leben; fast siebzig weitere seien verletzt worden. Die Explosion ereignete sich auf halber Strecke zwischen den beiden schiitischen Heiligtümern der Stadt: dem Schrein des Imams Hussein und der Moschee seines Bruders Abbas.

Laut Augenzeugen handelte es sich auch hier um ein Selbstmordattentat. Kerbala ist ein Wallfahrtsort für Schiiten aus aller Welt, vor allem aus dem Iran. Wenige Stunden vor dem Anschlag hatten Unbekannte einen ehemaligen Funktionär der Baath-Partei in der Nähe seines Hauses in Kerbala ermordet. In der Nähe der normirakischen Stadt Kirkuk verübten Aufständische einen Bombenanschlag auf eine Gaspipeline.